SFV ASMC Schweizerischer Fahrlehrer Verband

Der Beruf Fahrlehrer/in

Alltag, Anforderungen, Anliegen und Perspektiven eines von unserer mobilen Gesellschaft oft unterschätzten Berufes:

  • Sich bewegen, schnell ankommen: Die Mobilität

Ansprüche, die breite Kreise der Bevölkerung an das heutige Leben stellen. Sich bewegen bedeutet Freiheit. Eine Freiheit, die für viele gleichbedeutend ist mit dem Besitzen und Lenken des eigenen Fahrzeugs.

  • Attraktion

Autofahren ist eine Selbstverständlichkeit. Die Rahmenbedingungen dazu sind ja auch verlockend. Das Strassennetz hat einen beachtlichen Ausbaustandard erreicht, die Betriebskosten für ein Auto sind für fast alle bezahlbar. Zudem haben Autohersteller ihre Modellpalette derart fein auf die Bedürfnisse des Marktes abgestimmt, dass eigentlich kaum noch Wünsche unerfüllt bleiben. Alles ist chic, das Kleinstauto für die Stadt genauso wie der gestylte Roller.

  • Wandel der Werte

Erfreulicherweise wird bei der Entwicklung neuer Autos der Sicherheit, der Umweltverträglichkeit und der Zweckmässigkeit grosse Bedeutung zugemessen. Dies gilt im speziellen auch für den heute eingeschlagenen Weg, Bürger zu verantwortungsbewussten Fahrzeuglenkern zu machen. Kinder haben als Beifahrer oft mit 16 Jahren schon Zehntausende von Kilometern "erfahren". In weicher Sparte haben Anfänger so gute Vorkenntnisse? Die operationelle Fahrtechnik steht denn auch nicht mehr im Zentrum des Ausbildungsprogramms zur Vorbereitung auf die Fahrprüfung.

  • Professionalität

Im Zentrum der Diskussion um das Lernfahren stehen heute Altersgrenzen, didaktische Mittel, Ausbildungs-Schwerpunkte - Zukunftskonzepte.

Auch die Frage nach der Rolle des Staates ist gestellt. Die Leitplanken für einen geordneten Strassenverkehr sind da, Gesetze und Weisungen regeln die wesentlichsten Fragen. In einem sind sich die Fachleute einig: Der Vorbereitung auf das Fach Fahrzeuglenken ist grosse und den aktuellen Gegebenheiten entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Allein das Kennen der Verkehrssignale und das sanfte Anfahren und rechtzeitige Schalten machen die Qualität des Fahrzeuglenkers nicht aus. Gesamtheitliches Denken und Handeln mag ein Modewort sein, wer mobil sein will ist auf jeden Fall aufgefordert, entsprechend zu handeln. Nur wer sich professionell mit dem komplexen Thema der verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Einführung in den Strassenverkehr befasst, kann diesen Ansprüchen gerecht werden.